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1880 wurde im neugegründeten Kirchspiel Henstedt eine Kirche erbaut,
die für die umliegenden Gemeinden der Mittelpunkt werden sollte.
Gleichzeitig - wie bei vielen Kirchbauten - gehörte auch ein Krug mit
Ausspann dazu.
Der Zimmermeister Hans-Heinrich Gülck baute diese Gastwirtschaft mit einem
großen und einem kleinen Saal, einer Durchfahrt mit Pferdeställen,
Fremdenzimmern und einer offenen Kegelbahn.
1903 erwarben dann Wilhelm Scheelke aus Hoheraden bei Pinneberg, der bis
dahin Betriebsleiter der Meierei Ulzburg war, und dessen Ehefrau Maria,
diesen Gülck`schen Gasthof.
Die Kirchgänger spannten ihre Pferdewagen hier aus und besuchten oft nach
dem Kirchgang das Gasthaus. Dorffeste der Ortsvereine sowie Familienfeiern
wurden ebenfalls hier in den sich anbietenden verschiedenen Räumen
ausgerichtet. Ferner wurde der große Saal vom M.T.V. Henstedt über
Jahrzehnte als Turnsaal genutzt. Während des Eisenbahnbaues der E.B.O.E.
von 1904 bis 1907 erlebte der Gasthof Scheelke weiteren Aufschwung.
In den folgenden Jahrzehnten begann der stete Ausbau und Modernisierung,
wie Anschaffung von elektrischem Licht und Zentralheizung, des Kirchkruges
und wird bis heute durch Neubauten und Rationalisierungen weiter
fortgesetzt.
1938 übernahmen Ernst Scheelke und seine Frau Betty den väterlichen Krug,
der seine schlimmsten Jahre durch Kriegseinwirkung, Inflation und
Zweckentfremdung durch die Besatzungsmächte durchmachte. Im Jahre 1947
begann die Wiederherrichtung des Gasthofes unter schwierigen Bedingungen.
Nach dem Tod ihres Ehemannes Ernst Scheelke im Jahre 1958 leitete dann
Frau Betty Scheelke den Betrieb bis 1965.
1966 übernahm die 3. Generation Scheelke, Ernst-Wilhelm Scheelke und
Ehefrau Margot, den wieder recht gut florierenden Gasthof. Mit Frank und
Ralf vergrößerte sich unsere Familie, beide ließen sich in der Gastronomie
ausbilden.
Bei zunehmender Entwicklung der Gemeinde Henstedt und der jetzigen
Großgemeinde Henstedt- Ulzburg war es erforderlich, dass wir im Jahre
1972/73 einen Neubau mit modernen Hotelzimmern im 1. Stock erstellen
ließen, um den zeitgemäßen Wünschen der Gäste gerecht zu werden.
1978 erfolgte der Neubau der Gaststube mit den darüber liegenden
Hotelzimmern. Anschließend wurde die Küche grundlegend saniert. 1996
erfolgte dann der vorläufig letzte große Umbau, wodurch wir die
Hausfassade erneuerten und einen sehr schönen Speiseraum mit neuer W-C.
Anlagen erhielten. Da ein solcher Betrieb wie der unsere ohne Mitarbeiter
nicht gedeihen kann, möchten wir hier unseren Mitarbeitern für Ihre Treue
und Ihren Einsatz vielmals danken. Wir hoffen auf weitere gute
Zusammenarbeit.
Im Rückblick auf 100 Jahre steten Einsatzes für die Gastlichkeit und die
Erfolge der vorangegangenen Generationen wird es der Familie Scheelke auch
weiterhin eine Verpflichtung sein, ihre ganze Kraft zum Wohle des Gastes
in ihrem Hause einzusetzen.
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